27.08.2022: Meditation im Matrimandir

Heute Nacht habe ich unglaublich schlecht geschlafen. Nicht wegen der Hitze oder Moskitos sondern wegen all der Eindrücke und Bilder die mir aus den letzten Tagen im Kopf geblieben sind und in der Folge die Gedanken die ich mir darüber gemacht habe. Teils wurde mir vor meinem Abflug gesagt, dass es ja auch vielleicht besser wäre direkt Medizin  zu studieren, da was wenn ich nach Auroville als System Verweigerer zurück komme oder garnicht mehr zurück komme. Das wurde mir gegenüber als total negativer Gedanke formuliert, obwohl ich mir dieser Negativität garnicht so sichert war. Heute Nacht bin ich aufgewacht mit einem Bild vor Augen wie ich mich gerade fühle, das hab ich mir aufgeschrieben. Ich fühlte mich wie ein Schwamm der bisher voll gesogen war mit Werten und Vorstellungen darüber wie mein Leben verlaufen sollte oder was für mich Normalität war. Jetzt fühlt es sich so an als würde jemand diesen Schwamm mit aller Kraft auswringen. Das fühlt sich einerseits sehr beängstigend auf der anderen Seite aber auch sehr schön an. Als würden mir die Augen geöffnet zu so vielen anderen Lebensformen. Unglaublich. 
Naja egal, ich denke mit dem Quatsch werde ich euch noch genug nerven, da erzähle ich euch lieber noch ein bisschen was wir dann heute Morgen gemacht haben und was mir aus meiner schlechten Stimmung geholfen hat:)
Heute Morgen hatten wir einen Termin gebucht um im Matrimandir (Tempel im Zentrum Aurovilles umgeben von einem riesigen Park, unterteilt in verschieden angelegte Gärte) zu meditieren. Wir sind die vergangenen Tage immer wieder an dem „Globe“ vorbei gefahren. Ich konnte selten meinen Blick davon abwenden, geschweige denn mich daran Satt sehen. Im Tempel saßen wir dann in vollkommener Stille für einige Zeit und meditierten. Hier konnte ich endlich meine Gedanken sortieren, war danach wieder klarer im Kopf und hatte Energie. Trotz des leeren Magens. (Wir sind dann auch schnell in 
„la Terrasse“, einem Dachcafe auf Höhe der Baumwipfel, etwas Frühstücken gegangen.

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